AZUBI-TAGEBUCH: DIE ERSTE WOCHE ALS AZUBI BEI HEILER

Wie schon der erste Schultag, ist auch die erste Woche der Ausbildung ein besonderer Schritt in einen neuen Lebensabschnitt für jeden Auszubildenden. Damit dieser Einstieg reibungslos abläuft, geht es zum Ausbildungsstart ins heiler Azubi-Camp. Hier werden jedem angehenden Azubi, egal welche Vorkenntnisse er oder sie bereits besitzt, die Basics des Garten- und Landschaftsbaus beigebracht. Natürlich darf der Spaß hierbei nicht zu kurz kommen. Eine positive Gemeinschaft ist schließlich Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit in der Zukunft.

Wir nehmen euch mit und zeigen euch, wie die erste Woche für die sieben jungen Frauen und Männer abgelaufen ist.

Tag 1:

Pünktlich um 08:00 Uhr ging es los. Doch an diese Uhrzeit sollten sich die Neuzugänge besser nicht gewöhnen, denn auf der Baustelle wird es für sie noch viel früher heißen „raus aus den Federn!“. Um den Einstieg zu erleichtern, fanden die Auszubildenden im Schulungsraum kleine Azubi-Starter-Kits mit Zollstock, Sonnenmilch, einer Cap sowie Notizbuch und Stift vor. Gerade letzteres wird ihnen am Anfang sehr hilfreich sein, da es natürlich erst einmal viel Neues gibt, das man sich irgendwie merken muss. Doch zuerst war es wichtig, sich gegenseitig miteinander bekannt zu machen. Die Vorstellungsrunde begann Geschäftsführer Michael Heiler, auf den die sieben Neuzugänge Jana, Leon, Celine, René, Tim, Jasmin und Leonie folgten. Am Anfang stand etwas grundlegendes Wissen auf dem Lehrplan, wie zum Beispiel, dass es das gärtnerische Handwerk schon seit mehreren tausend Jahren gibt. Hättet ihr das gewusst? Danach ging es auf den Hof, wo zum ersten Mal Baumaschinen wie Radlader, Planierraupen, Bagger und Fräsen bestaunt werden durften.  „Am interessantesten sind die Maschinen, die speziell für Sportplätze konzipiert sind“ fand Leon.

Nachmittags zeigte Markus Neukötter, der direkt Ansprechpartner für alle Azubis während der Ausbildung, wie diese ihre Arbeitsstunden per App ganz bequem eintragen können. Zu guter Letzt ist Lennart Kern aus dem Marketing mit den Azubis den Azubi-Knigge durchgegangen und hat Fragen zum Thema Datenschutz und Social Media beantwortet. Janas Fazit nach dem ersten Arbeitstag: „Das war ganz schön viel Theorie heute.“ Aber eines können wir versprechen: Das ändert sich ganz schnell!

Der erste Tag in der Ausbildung heißt Kennenlernen und viele Informationen.

Tag 2:

Damit es nicht zu vermeidbaren Verletzungen jeglicher Art kommt, stand am zweiten Tag das Thema Arbeitssicherheit an erster Stelle. Dabei lernten die Auszubildenden die persönliche Schutzausrüstung, kurz „PSA“, kennen und erfuhren von Michael Heiler, wie sie im Notfall reagieren müssen.

Doch dann hieß es endlich: Schluss mit der trockenen Theorie und ran an die Praxis! In diesem Fall ging es an die Rasenmäher, wobei den Azubis erst einmal klar wurde, wie viele verschiedene Arten an Mähern es überhaupt gibt. Denn zwischen Spindelmäher, Sichelmäher, Mäher mit Walze, Mäher ohne Walze und  Mulchmäher muss man erstmal unterscheiden können. Nachdem erste Fragen geklärt wurden, ging es für die Auszubildenden auch schon auf den Rasen im Azubi-Camp. Hier wurde dann mit Mäher und Freischneider der Rasen bis in die letzten Ecken gekürzt. Der erste Einsatz wurde damit in kurzer Zeit zufriedenstellend abgeschlossen, gut gemacht! Nach einer auflockernden Mittagspause am Kickertisch und anderen geselligen Spielen, wurden weitere Werkzeuge und Materialien bestaunt. Am Ende des zweiten Tages stand dann noch die Besprechung von wichtigen Verhaltensregeln sowie den vielen Rechten, die man als Azubi hat, auf dem Plan.

Schon am zweiten Tag ging es an die Rasenmäher, um die Flächen im Azubi-Camp zu mähen.

Tag 3:

Zu Beginn von Tag 3 stand das richtige Handeln im Krankheitsfall auf dem Plan. Denn eine Erkältung oder Verletzung kann und wird sicher immer mal vorkommen. „Aber dann ist es wichtig, dass ihr rechtzeitig in der Firma, beim Vorarbeiter oder auch in der Schule Bescheid gebt“, erfuhren die Azubis. Außerdem wurde ihnen erklärt, wann und wo Krankmeldungen abzugeben sind.

Fester Bestandteil der Ausbildung zum Gärtner ist natürlich das Thema Pflanzen. Auch wenn wir auf den Sportplatzbau spezialisiert sind, ist es wichtig zu wissen, wie wir mit verschiedensten Pflanzen umgehen müssen. Also ging es raus an die Rhododendren, Ahornbäume, Kirschlorbeere und viele weitere Pflanzen, um wichtige Unterscheidungsmerkmale kennen zu lernen. Prunus laurocerasus, robinia pseudoacacia oder buxus sempervirens klingen zwar wie Zaubersprüche aus Harry Potter, sind aber die ersten Pflanzen, die unsere Azubis näher kennenlernen durften. Denn neben den deutschen Bezeichnungen, sind die botanischen Namen zu lernen. Dass dabei auch eine App helfen kann, zeigte Michael Heiler den Azubis: „Ihr könnt ganz einfach ein Foto von den Pflanzen machen und die App zeigt euch, welche Pflanze das ist.“

Zum Abschluss des vierten Tages wurde den Auszubildenden noch der Umgang mit der Heckenschere beigebracht. Durch die am Azubi-Camp gewachsene Hecke konnte das theoretisch gelernte sofort in der Praxis getestet werden.

Als angehende Gärtner kamen die neuen Auszubildenden schnell mit verschiedensten Pflanzen in Berührung.

Tag 4:

An Tag vier war es endlich so weit: Unsere Azubis durften zum ersten Mal die ganz großen Maschinen bedienen. Wie schon bei allen anderen Arbeitsfeldern, gab es hier die obligatorische theoretische Einweisung, damit es nicht zu Unfällen kommt. Dann durften Sie unter Aufsicht das erste Mal die Maschinen besteigen und losfahren. Tim, der schon einen Gabelstaplerführerschein hat, konnte seinen Mitauszubildenen auch einiges erklären. Tim: „Ich finde es super, dass wir uns gegenseitig unterstützen und nicht übereinander lachen, wenn mal etwas nicht sofort funktioniert.“ Ein wichtiger Punkt, denn Teamwork ist bei unseren Einsätzen alles!

Fahren, die Schaufel heben und die einzelnen Hebel und Schalter gleichzeitig bedienen ist auf Anhieb gar nicht so einfach. Umso besser, dass auf dem Betriebshof genug Schüttgüter vorhanden sind, um alle Funktionen ausgiebig zu testen.

Neben Wiederholungen von Informationen der Vortage wurde sich auch mit dem Erkennen von Unkräutern und deren umweltfreundlich Beseitigung, bspw. mit Heißwasser beschäftigt. Mit dem Heißwasser-Schaumverfahren kann das Unkraut ökologisch und effizient entfernt werden.

Ein Augenblick, an den man sich immer erinnert: Das erste Mal auf dem Bagger.

Tag 5:

Am letzten Tag der ersten Woche machten die Azubis dann Bekanntschaft mit Rüttelplatte und Bagger. Um diese ausgiebig testen zu können, ging es für die Gruppe auf eine Schotterfläche. Hier konnten sich die Azubis ein erstes Bild vom Können der Rüttelplatte machen. Der Spaß an der Maschine war vielen förmlich ins Gesicht geschrieben. Andere durften währenddessen eine erste Runde mit dem Bagger drehen und dessen Schaufeln von A nach B bewegen. Das sorgte für große Begeisterung, auch wenn selbstverständlich ein wenig angemessener Respekt dabei war. Vor allem Jana, konnte sich ein breites Grinsen nicht verkneifen.

Am Nachmittag trafen sich alle im Lernraum des Azubicamps. Hier wurden noch einmal die Pflanzen der ersten Woche besprochen und typisches Fachwissen für angehende Gärtner abgefragt. Außerdem beschäftigten sich unsere Azubis mit der Mathematik für Gärtner. Auch wenn das ein großer Kontrast zu der spaßigen Arbeit mit den Maschinen ist, können wir auf die Theorie einfach nicht verzichten. Denn das Ausrechnen von Flächen, Volumen und Massen ist eine Grundlage für die tägliche Arbeit auf den Baustellen.

Dann war die erste, sehr ereignisreiche Woche auch schon vorbei. Das Wochenende kam dann sicher sehr gelegen, um die vielen neugewonnen Eindrücke zu verarbeiten und sich von der körperlichen Arbeit ein wenig zu erholen.

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