DIE GESCHICHTE HINTER DEM KUNSTRASEN

Hinter jedem erfolgreichen Produkt steht eine Geschichte. Wir erzählen Euch hier die Geschichte von unseren modernen Kunstrasenbelägen. Wie sie hergestellt werden und welcher Kunstrasentyp für Euch am besten geeignet ist.

Vorab: Unsere Kunstrasen werden jedem Qualitätsstandard mehr als gerecht, sei es der DIN EN 15330-1 oder den Anforderungen der deutschen RAL-Güteüberwachung. Durch dieses hohe Qualitätsbewusstsein haben wir uns in mehr als 65 Jahren zu einer der Top-Adressen im Sportplatzbau entwickelt. Nicht nur diverse Kommunen und Breitensportvereine setzen auf Kunstrasenplätze von heiler, sondern auch viele Proficlubs aus der Bundesliga.

Das Wo beantworten wir auch gleich vorweg: Unsere Kunstrasenbeläge lassen wir in einem der modernsten Werke Europas fertigen. Das Unternehmen JUTA im tschechischen Dvůr Králové nad Labem stellt die verschiedenen Beläge aus hochwertigen Ausgangsstoffen nach unseren Spezifikationen her.  

Die Herstellung Schritt für Schritt

Die Grundlage für unseren Kunstrasen ist ein spezielles Kunststoffgranulat, aus dem die Kunstrasenhalme in einem komplexen Prozess hergestellt werden. Die Qualität des Ausgangsmaterials ist entscheidend für die spätere Haltbarkeit, Funktionalität sowie die Optik des Belags. UV-Schutz bewahrt das „Grün“ beispielsweise vor dem Ausbleichen. Doch wie wird aus grünem Kunststoffgranulat ein Kunstrasen?

Schritt 1: Extrudieren
Beim Extrudieren wird das Kunststoffgranulat erwärmt, bis es zu einer zähflüssigen Masse wird. Diese Masse wird anschließend durch eine dünne, formgebende Öffnung gepresst; es entstehen lange Kunststoff-Monofilamente (Fasern), die anschließend abgekühlt und gestreckt werden.

Schritt 2: Zwirnen
Die Filamente werden beim Zwirnen mithilfe einer speziellen Maschine zu dickeren Fadenbündel zusammengedreht. Das ist wichtig, denn beim sogenannten „Tuften“, also dem Stich in das Trägergewebe, müssen immer mehrere Filamente enthalten sein. Anschließen werden die Bündel auf Spulen gewickelt.

Schritt 3: Tuften
Das Tuften bezeichnet das „Nähen“ des Kunstrasenbelags. Im Prinzip funktioniert das Tuften wie eine herkömmliche Nähmaschine, nur in einem größeren Verhältnis. Dabei stechen eine Vielzahl nebeneinander liegender Nadeln gleichzeitig in das Trägergewebe. Dadurch wird das Garn in den Erstrücken des Trägergewebes eingenäht. Die eingenähten Fäden werden durch einen Greifer festgehalten. Die dadurch entstandenen Schlaufen werden beim Herausziehen abgetrennt.
Hierbei entstehen die einzelnen Kunstrasenhalme.

Beim Tuften entstehen die einzelnen Kunstrasenhalme
Beim Tuften entstehen die einzelnen Kunstrasenhalme

Schritt 4: Kaschieren
Auf dem Platz geht es später meist richtig zur Sache. Damit die einzelnen Kunstrasenfasern nicht aus dem Belag gezogen oder gerissen werden können, wird der Rücken des Kunstrasens mit einer speziellen Latexbeschichtung versehen. Dieser Schritt ist besonders wichtig für die Haltbarkeit des Kunstrasens.

Schritt 5: Perforieren
Im nächsten Schritt wird der Rücken - auch „Backing“ genannt - mit heißen Metallstäben perforiert, um den Kunstrasenbelag und damit das gesamte System wasserdurchlässig zu machen.

Schritt 5: Aufrollen
Die vier Meter breiten und knapp 70 Meter langen Kunstrasenbahnen werden auf einen Pappkern aufgerollt und zum Schutz vor Transportschäden in eine Folie eingewickelt. Anschließend können die Rollen verladen und transportiert werden. Wird der Rasen dann final verlegt, kann er ohne großen Aufwand abgerollt werden.

Die Kunstrasenbahnen haben eine Breite von vier Meter und sind knapp 70 Meter lang
Die Kunstrasenbahnen haben eine Breite von vier Meter und sind knapp 70 Meter lang

Über 200.000 Halme pro m²

Die Produktion eines Kunstrasenbelags läuft zwar immer gleich ab, jedoch sind nicht alle Kunstrasen identisch. Kunstrasen für Fußball unterscheiden sich beispielsweise hinsichtlich ihrer Dichte, Polhöhe, Farbgebung und der Faserform. Für die Spezifikation eines Kunstrasens sind insbesondere die Garn- und Tufteigenschaften ausschlaggebend. Unterschiede in den Garneigenschaften ergeben sich mit der Faserdicke, der Faserbreite sowie der Faserfeinheit, die in dtex gemessen wird. Außerdem wird zwischen texturierten Fasern, die durch thermische Behandlung eine gekräuselte Struktur erhalten, und glatten Fasern differenziert. Welche Art für welchen Zweck geeignet ist, verraten wir euch gleich.

Die Tufteigenschaften wiederum entscheiden über die Anzahl der Kunstrasenhalme und damit die Dichte des Gesamtbelags. Aus der Anzahl der Stiche pro Nadel – bei unseren Belägen sind das zwischen 140 und 240 Stiche pro Meter, dem Abstand der einzelnen Nadeln zueinander sowie der Bändchen pro Büschel errechnet sich die Gesamtfaseranzahl pro m². Summiert macht das bis zu 230.000 einzelnen Kunstrasenhalmen pro m². Die Polhöhe ergibt sich aus der Länge, auf die die Fasern beim Tuften gekürzt werden. Die meisten Modelle für Fußballplätze haben eine Polhöhe von 35 bis 40 Millimeter.

Der heiler Team-Master mit texturierten sowie glatten Fasern und Kork-Infill
Der heiler Team-Master mit texturierten sowie glatten Fasern und Kork-Infill

Mindestens drei Gründe für Kunstrasen von heiler!

Für jeden Bedarf den richtigen Kunstrasenbelag
Um den verschiedenen Anforderungen an unsere Kunstrasen gerecht zu werden, bieten wir Kunstrasenbeläge in ganz unterschiedlichen Spezifikationen an, mit denen wir für jeden Bedarf die perfekte Lösung liefern können.

Für ein Spielgefühl, das Naturrasen besonders nahekommt, empfehlen wir unseren heiler Defender. Seine 430 Mikron dicken und glatten Fasern machen ihn nahezu resistent gegen jeden Verschleiß. Die auffällige zweifarbige Kombination sorgt für ein besonderes Aussehen. Durch die Verwendung heller und dunkler Fasern sehen der Defender wie auch der heiler Master [Link] einer Naturrasenfläche sehr ähnlich. Bei stark belasteten Spielfeldern bewähren sich Kunstrasen mit texturierten Fasern bestens. Sie sind etwas pflegeleichter und halten die Verfüllung an Ort und Stelle.

Qualität erhöht die Langlebigkeit
Wer sich für Qualität entscheidet, hat länger was davon. Das ist auch bei Kunstrasen so. Wir legen großen Wert auf die Langlebigkeit unserer Produkte und können bei angemessener Pflege eine hohe Verweildauer garantieren. Als Paradebeispiel für das Zusammenspiel von Qualität und Langlebigkeit, können wir stolz auf unseren heiler Team-Master verweisen. Bereits mehrere Proficlubs und viele Breitensportvereine haben sich in den letzten Jahren für unsere Kunstrasen mit einer Kombination aus texturierten und glatten Fasern entschieden. Hier werden die Vorzüge beider Systeme vereint.

Mehr Nachhaltigkeit möglich
Um den immer höheren Ansprüchen in Sachen Natur- und Umweltschutz gerecht zu werden, arbeiten wir intensiv an der Forschung und Entwicklung von Lösungen mit nachhaltigen Materialien.  Bestes und einfaches Beispiel: Statt Kunststoffgranulat bringen wir immer häufiger Naturkork als Einstreumaterial zum Einsatz. Er ist zu 100 % biologisch abbaubar und es kommt zu deutlich weniger Umweltbelastungen durch Mikroplastik. Als nachwachsender Rohstoff ist er zudem besonders ressourcenschonend. Für Sportanlagen mit sehr hohen Auslastungen bieten sich entgegen der weitverbreitenen Meinung auch rein sandverfüllte Kunstrasenplätze an. Letztlich tragen zur Reduzierung von Mikroplastikaustragungen in die Umwelt unsere besonders verschleißfesten Kunstrasenfasern bei, die nur einen sehr minimalen Abrieb aufweisen.

Im Zusammenspiel mit einer fachgerechten Pflege durch unsere Rasenspezialisten, bieten unsere Kunstrasen eine außergewöhnlich gute Qualität für langfristigen und nachhaltigen Spielspaß, egal ob für den Spitzen- oder Breitensport!

 

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